JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

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AndroMEDa
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von AndroMEDa »

Das hat Potenzial für eine weitere Geschichte! :kuss:
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Osterei
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von Osterei »



Die Hörprobe zu "Der lautlose Tod". Bevor ihr reinhört nur zur Vorwarnung, es handelt sich wohl nicht um den finalen Mix. Einiges, wie das Siezen und Mr.-Tennern von Mimo werden wohl noch korrigiert. Mir ist zwar nicht klar, wie sich ein so fundamentaler Fehler erneut in eine Serie einschleichen konnte, die sich doch so deutlich von den neuen Dimensionen distanziert sehen will, aber solange am Ende solche Schnitzer noch ausgebügelt werden können, besteht ja noch Hoffnung.
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SteSe
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von SteSe »

Die Hörproben-Sequenzen sind aus dramaturgischen Gründen aus dem Kontext gerissen. Und zu viel spoilern will man auch nicht (findet dann in Hörprobe 2 statt). :hallo:

Gut möglich, dass Mimo in einer kommenden Hörprobe vermeintlich mit Jan Senior spricht, im Hörspiel jedoch das Gespräch mit Professor Futura geführt wird. Daher verschwimmen auch mal die Anreden.
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Osterei
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von Osterei »

Uns stehen nur die bislang veröffentlichten Hörproben zur Verfügung. Von diesen wird ausgegangen und anhand deren Inhalt wird spekuliert. Könnt ihr ein Stück Dialog, in dem Mimo mit Professor Futura redet, an ein Stück geschnitten haben, in dem er mit dem ersten Jan spricht? Möglich ist alles, aber wenig plausibel, denn Mimo siezt Jan in diesem Dialog nicht nur, er spricht ihn auch mit "Mr. Tenner" an.

Natürlich ist es sehr praktisch, allles was kritisiert wird (z. B. die schläfrige Sprechweise von Mimo, die unpassende Performance der beiden Angler, die gerade von todbringenden Elektrowürmern angegriffen werden etc.) damit zu erklären, dass dies eben eine Art Alpha-Version der Aufnahmen sei und sich so gut wie alles noch ändern könne, jedoch stellt sich dann die Frage, warum den hoffnungsvollen Fans überhaupt ein solch fehlerbehaftetes Stück Dialog präsentieren und das noch völlig ohne jeglichen Hinweis vorab, dass es sich eben nicht um die Release-Version handelt?

Schwamm drüber. Anhand der Fan-Reaktionen auf allen Kanälen, könnt ihr euch selbst denken, dass die Sache gerade suboptimal war. Wir, die Fans, hoffen allerdings weiterhin, dass das nicht repräsentativ sein wird für die ersten sechs Folgen, welche die meisten von uns natürlich längst hier vorbestellt haben:
https://www.audioroman.de/Jan-Tenner--F ... D-Set.html
AndroMEDa
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Die zweite Hörprobe ist online...

Beitrag von AndroMEDa »

Die zweite Hörprobe zu JAN TENNER Folge 2 "Der lautlose Tod" ist nachgetragen worden (siehe Startbeitrag).
Step Han Ri
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von Step Han Ri »

Wohlan denn, Folge 2. Der Titel kann ein bisschen irreführend sein, denn lautlos ist der Tod, den die Evanas bringen, nicht wirklich.

Kommen wir erst einmal zu den positiven Punkten:
Das Konzept der Evanas, eines Kollektivbewusstseins, ist verdammt gut.
Die Introszene ist wundervoller Trash mit herrlichen Sprüchen (Mach hier nicht die Welle!)
AndroMEDa ist als Figur eine gute Idee
Es gibt eine nachvollziehbare Handlung (Vertikales Erzählen).

Dem gegenüber stehen allerdings folgende Punkte:
Auf der horizontalen Erzählebene (Bedrohung durch das Nichts/Ostland) passiert nichts.
Die Charaktere sind einfach nur mies zueinander.
Man stößt bei Futura und Forbett in ein Wespennest bzw. öffnet eine große Büchse mit Würmern.

Gehen wir in die Details:

Lauras Gefluche über Mimo

Mimo kommt in dieser Folge extrem weinerlich rüber. Ja, sein Name kommt von „Mimose“, aber auch nur, weil er für eine Künstliche Intelligenz richtig viel Charakter hat. Vergleicht man Mimo mit den Robotern der Klassik-Serie, ist er mit Abstand der bunteste und vielfältigste Computer; weder Superhirn noch der Computer der Ulks kommen an ihn heran.

Mimo hat in der alten Serie mit Laura geflirtet und da fand sie das einfach nur süß. Hier motzt Laura auf einmal, wie nervig es ist, dass Professor Futura Mimo zu einer mobilen Einheit umgebaut hat, weil er nun nicht mehr an den Silbervogel gebunden sei und ihnen jetzt auf die Nerven gehe. Vielleicht nennt Laura ihn deshalb in späteren Folgen „Mimmo“ (oder man hat sich nicht getraut, Marianne Groß zu sagen, dass man Mimo mit langem i spricht und nicht mit kurzem i).

Die mobile Einheit Mimo
In Folge 1 wurde erwähnt, dass Professor Futura Mimo zu einer „mobilen Einheit“ umbauen wollte, aber damit vor seinem Verschwinden nur halb fertig wurde. Das offenbart zwei Schwächen in der Erzählung:
Erstens: Was soll ‚mobile Einheit‘ eigentlich heißen? Wortwörtlich ist das etwas, was sich bewegen kann. Mimo erhielt von Futura schon in Folge 29 ein Upgrade, mit dem er schweben kann. Damit hat er Jan und Laura gerettet, als sie in Zweisteins Gewalt waren. In Folge 46 sagt Laura selbst, Mimo schwebe hinter ihnen her wie in alten Tagen. Mimo war also schon seit knapp 17 Folgen mobil.
Zweitens: In dreißig Jahren gab es also keinen einzigen Wissenschaftler, der Futuras Werk fortsetzen konnte? Futura mag zwar ein Genie sein, wenn es um Seren geht. Dass da so schnell niemand an ihn heran kommt; in Ordnung (und macht es richtig schade, dass er auch kaum Seren einsetzt). Aber bei Computern und Technik ist es mit meinem Verständnis dafür vorbei. Da sollte Westland doch ein paar brauchbare Köpfe mehr haben, die sich um dieses Upgrade, das Mimo eigentlich gar nicht braucht, kümmern können. Sie haben immerhin ein gut ausgestattetes Militär. Irgendwer muss doch die Laser-Raketen (DnS Folge 6) erfinden? Oder, General Forbett?

Futura vs. Forbett
Diese Folge vermittelt mir das Gefühl, als ob man Professor Futura zu einem Bösewicht aufbauen wollte.
Erstens: Er fährt General Forbett, dem militärischen Führer des Landes, einfach mal über den Mund und droht, ihn in eine Ratte zu verwandeln.
Zweitens: Er verweist Forbett des Instituts, statt einsichtig zu sein.
Drittens: Er will in einer Sitzung über Forbetts Mitgliedschaft beschließen, als ob das für Forbett wichtiger wäre als sein Eid gegenüber Westland und seinen Einwohnern.
Viertens: Allein schon der Name „Orden des Futura“ hat einen sektenhaften Klang.

Futura als Bösewicht passt einfach nicht, wenn man die 46 Folgen der Klassik-Serie berücksichtigt. Futura war immer der Wissenschaftler mit der Moral, was man vor allem daran sieht, wenn man ihn mit Zweistein kontrastiert: Zweistein ist im Prinzip Futuras finsteres Spiegelbild; die Person, die Futura wäre, wenn er keine Moral und keine Prinzipien hätte. Futura zu einem Bösewicht zu machen, ist ungefähr so, als würde man eine Sherlock Holmes Geschichte lesen, in der Sherlock Holmes der Mörder ist.

Zwar haben sich Futura und Forbett in der alten Serie manchmal gestritten, aber sich auch respektiert. Hier stampft Futura einfach auf Forbett ein und man gewinnt den Eindruck, als ob General Forbett nur hier wäre, um beleidigt zu werden.
Erstens: Ob am Anfang dieser Folge in seinem Amt oder nicht, Forbett hat einen Eid geleistet, Westland zu beschützen. Er ist im Recht.
Zweitens: Forbett ist der ranghöchste Offizier von Westlands Armee; er mag zwar stur und aufbrausend sein, aber er ist auch kompetent, weil er sonst nicht in diesem Amt wäre.
Drittens: Nein, General Forbett ist nicht wie Gunnary Sergeant Hartman aus Full Metal Jacket. Er ist kein Priester des Todes, der um Krieg betet. Forbett hat oft die schnelle Militärlösung, aber meistens kann Jan Tenner den Tag retten, bevor diese Lösung nötig ist. Tatsächlich ist die Militärlösung nur in seltenen Fällen nötig (siehe Folge 12 oder Folge 28).
Viertens: Forbett ist ein Ehrenmann. Ich schreibe nur: Folge 24: Seine Bitte an Futura, ihm das Flugserum zu injizieren, damit er zu seinen Leuten fliegen und seine Pflicht erfüllen kann, bereitet mir heute noch Gänsehaut.
Fünftens: Als Amtsträger ist Forbett verpflichtet, Westland vor Gefahren zu schützen. Das Institut ist mit diesem Vorfall allein ein so heftiges Sicherheitsrisiko, dass er es sofort schließen lassen müsste.
Sechstens: Um auf Folge 3 vorzugreifen: Forbett und Grimes verpflichten sich, über die Wurmintelligenz zu schweigen. Wenn etwas Hochverrat ist, dann, dass die diensthöchsten Generale des Landes so etwas vertuschen.

Egal, was man von General Forbett halten mag: Er ist mit seinen Vorwürfen Futura gegenüber im Recht. Die Sicherheitsbestimmungen wurden verletzt und es bahnt sich wegen eines faulen Anglers eine gewaltige Katastrophe an, die man hätte verhindern können. Da zieht der Grund „General Forbett hat niemals Recht“ einfach nicht.

Diese Situation hätte man sehr einfach verhindern können. Auf Anhieb fallen mir drei mögliche Szenarien ein:
Erstens: Dupont hat bei irgendeinem anderen Wissenschaftler gearbeitet und die Würmer dort der Strahlung ausgesetzt. Futura wäre moralisch aus dem Schneider und Forbett könnte Futura darum bitten, ihm bei der Lösung des Problems zu helfen.
Zweitens: Benjamin Brain lässt die Würmer von seiner Assistentin Tamara aussetzen, um zu testen, wie sie funktionieren. So könnte man immer noch den Teil mit den Anglern haben, die plötzlich überrascht werden. Auch hier wäre Futura wieder moralisch aus dem Schneider und man hätte Brain schon vor seiner Folge charakterisiert.
Drittens: Futura hat nach den dreißig Jahren Zeitsprung Schwierigkeiten mit der neuen Technik, baut einen Unfall mit den Würmern und bittet den General um Hilfe. Da hätte man eine Super-Referenz zu den grünen Spinnen machen können und hätte Futuras und Forbetts Freundschaft stärker in den Vordergrund rücken können. Damals war es Futura, der dem General den Hintern gerettet hat , nun hilft der General dem Professor. Futura hätte hier auch merken können, dass er sich überschätzt hat und Jan Senior bitten können, ihn auf den neuesten Stand zu bringen. Das hätte Jan Seniors Rolle von Juniors Rolle noch einmal abgrenzen können.

So ist das allerdings nur verschwendetes Potential.

Forbetts Amtsübernahme
Man erwartet jetzt am Ende der Folge, wenn Futura auf Forbett zu sprechen kommt, dass Forbett jetzt entweder aus dem Orden fliegt oder drin bleibt. Stattdessen tritt Grimes zurück und Forbett übernimmt einfach so wieder das Kommando, obwohl es ein „Putschversuch“ war. In meinen Augen ist das einfach nur plump.

Es hätte so viele andere Möglichkeiten gegeben, warum Forbett sein Amt wiederbekommt, zum Beispiel: Forbett ist in den 30 Jahren seines Verschwindens zum Nationalhelden geworden und um die Moral der Truppen zu stärken, soll er sich das Amt mit Grimes teilen.

Tanjas Kräfte
Schauen wir mal: Tanja liest Forbetts Gedanken, zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit ohne dessen Einwilligung.

Auf ihren Energieschirm wird tatsächlich eingegangen. In Folge 1 wehrt er Energiestrahlen ab, hier erklärt sie, dass er keine Kugeln und Raketen durchlässt. Okay, behalten wir das einmal im Hinterkopf für später.

Wir bekommen in dieser Folge eine grobe Idee, was Tanja mit ihrer Telekinese bewegen kann. Panzer. Tanja kann also mit ihrer Telekinese Panzer hochheben. Panzer haben ein Durchschnittsgewicht von 70 Tonnen. Und sie hebt nicht nur einen Panzer hoch und schleudert sie weg; so wie das beschrieben wird, sind es mehrere („meine Panzer!“).
Nehmen wir einmal an, Tanja hat nur zwei Panzer, also das absolute Minimum, bewegt, dann waren das 140 Tonnen.

Für eine Hörspielreihe, die darauf angelegt ist, dass man sie mehrmals hört und auf Kleinigkeiten achtet, ist es beachtlich, wie schnell sie auseinanderzufallen beginnt, wenn man sich tatsächlich mal über die Kleinigkeiten Gedanken macht. Was will man jemandem, der Gedanken lesen und mit seiner mentalen Kraft 70+ Tonnen bewegen kann, entgegensetzen?
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SteSe
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von SteSe »

Danke für die Rezi.

Jetzt wird mir auch klar, warum es bei der neuen JAN TENNER Serie Meinungsverschiedenheiten gibt:

Die eine Hörergruppe hört Hörspiele prinzipiell so, dass man alles zu erklären versucht. Das ist im Prinzip schön und kann Schwächen aufdecken.

Die andere Hörergruppe hört Hörspiele aus Spaß an der Freude und denen entgehen vielleicht auch solche "Fragen" die man sich stellen könnte.

Zu zweiter Gruppe gehöre ich. Mir ist es egal wieviele Panzer Tanja schweben lassen kann. Und ob sich Forbett gedemütigt fühlt, ist mir auch gleichgültig, da er eine Kunstfigur ist und ich Spaß daran habe, wie sich das Team über sein rabiates Geplapper aufregt. Trotzdem wissen alle, welche Qualitäten er hat und dass er ein guter Nahkämpfer sein kann.

Mir ist es als Kind nie aufgefallen, dass bei der H.G.FRANCIS GRUSELSERIE von EUROPA ein Ehepaar ein paar Szenen später urplötzlich Geschwister sind. Oder anders herum. Obwohl ich die Folge bestimmt 10x gehört hatte. Natürlich ein sehr großer Schnitzer des Autors, wie auch von der Regisseurin, dass das nicht bemerkt wurde. Theoretisch hätten sogar die Sprecher bei der Aufnahme sagen können "moment mal, waren wir nicht ein paar Seiten vorher ein Ehepaar?".

Daher lässt sich das bei mir entschuldigen, was 46 Folgen vorher war. Kevin Hayes hatte kaum Erinnerung daran, was er vor Jahrzehnten schrieb. Er hat auch keine Manuskripte und Kassetten von früher mehr. Er begann quasi bei null, so wie bei der Übergabe der Classic-Serie von H.G. Francis an ihn.
Er hat mit Sicherheit nicht mehr gewusst, dass Mimo schweben konnte. Die "Mobileinheit-Idee" stammt von Simeon Hrissomallis. Mimo kann nun auch bewaffnet werden.

Das mit dem "Orden" musste auf Anweisung von Kevin Hayes eingedeutscht werden, da er immer englische Bezeichnungen vermied. Eigentlich heißt es laut Exposé "The Order of Futura". Also eine Gruppierung, die wissenschaftliche und militärische Anweisungen der Regierung ausüben kann / darf und damit offiziell beauftragt wird.
Ich würde da jetzt keine Sekte darin erkennen. Sonst wären die X-Men, Justice League usw. auch selbige.

Dann bin ich mal auf die dritte Rezi gespannt und was da für mich Neues zum Vorschein kommt. :dafuer:
Step Han Ri
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Re: JAN TENNER Folge 2: Der lautlose Tod

Beitrag von Step Han Ri »

SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Die eine Hörergruppe hört Hörspiele prinzipiell so, dass man alles zu erklären versucht. Das ist im Prinzip schön und kann Schwächen aufdecken.

Die andere Hörergruppe hört Hörspiele aus Spaß an der Freude und denen entgehen vielleicht auch solche "Fragen" die man sich stellen könnte.
Nicht falsch verstehen. Wenn man es darauf anlegt, kann man jedes Klassik-Hörspiel logisch zerlegen. Die grünen Spinnen, Tödlicher Nebel und Der Höllenplanet sind da Topkandidaten. Nur hat die Klassik-Reihe eine inhärente Logik, sodass man sich als Zuhörer darauf einlassen kann. Nur in seltenen Fällen fragt man sich, wieso Jan und Co. ein gewisses Problem nicht anders gelöst haben (Die Raumschiffalle ist ein gutes Beispiel). Das ist bei Klassik aber auch die Ausnahme und nicht die Regel.

Die Zielgruppe damals waren Kinder ab 9 Jahren. Da gab es keinen Nostalgiefaktor, der einen über solche Diskrepanzen hinwegsehen ließen.
Was ist die Zielgruppe von JT-DnS? In meinen Augen erst einmal Nostalgiker, also Leute, die mit Jan Tenner groß geworden sind. Da sind Leute dabei, die die Klassik-Reihe unzählige Male rauf und runter gehört haben. Die stören sich dann an so etwas.
SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Zu zweiter Gruppe gehöre ich. Mir ist es egal wieviele Panzer Tanja schweben lassen kann. Und ob sich Forbett gedemütigt fühlt, ist mir auch gleichgültig, da er eine Kunstfigur ist und ich Spaß daran habe, wie sich das Team über sein rabiates Geplapper aufregt.
Das ist in Ordnung, es müssen nicht alle Alt-Fans sein und wenn die Reihe neue Fans gewonnen hat, die Jan Tenner bisher nur über DnS kennen. Allerdings hat JT-DnS dann mit Klassik nur gemeinsam, dass die Figuren dieselben Namen tragen. Und damit sind diese Figuren und der Name austauschbar.
Es sind keine Figuren mehr, sondern einfach nur Hüllen.
SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Trotzdem wissen alle, welche Qualitäten er hat und dass er ein guter Nahkämpfer sein kann.
Es wäre echt toll, wenn man das in den Interaktionen zwischen den Figuren heraushören könnte.
SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Mir ist es als Kind nie aufgefallen, dass bei der H.G.FRANCIS GRUSELSERIE von EUROPA ein Ehepaar ein paar Szenen später urplötzlich Geschwister sind. Oder anders herum. Obwohl ich die Folge bestimmt 10x gehört hatte. Natürlich ein sehr großer Schnitzer des Autors, wie auch von der Regisseurin, dass das nicht bemerkt wurde. Theoretisch hätten sogar die Sprecher bei der Aufnahme sagen können "moment mal, waren wir nicht ein paar Seiten vorher ein Ehepaar?".
Das ist durchaus ein böser Patzer xD
SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Daher lässt sich das bei mir entschuldigen, was 46 Folgen vorher war. Kevin Hayes hatte kaum Erinnerung daran, was er vor Jahrzehnten schrieb. Er hat auch keine Manuskripte und Kassetten von früher mehr. Er begann quasi bei null, so wie bei der Übergabe der Classic-Serie von H.G. Francis an ihn.
Aber diesen Patzer damit gleichzusetzen, ist einfach nicht folgerichtig.

Okay, ich versuche einmal, das logisch nachzuvollziehen.

Zauberstern Records will Jan Tenner weiterführen. Sie holen sich die Lizenz, die alten Sprecher, und Kevin Hayes als Autor. Wieder einmal Lutz Riedel und Marianne Groß als Jan Tenner und Laura zu hören, dazu noch Wilfried Herbst als Mimo. Wundervoll. Ich war bei der Ankündigung einfach nur am Jubeln.

Dass Hayes sich nicht mehr erinnern kann: Geschenkt. Der Mann hat so unheimlich viel Science Fiction Geschichten geschrieben und das letzte Mal mit Jan Tenner war vor knapp 20 Jahren. Weiterhin bestand die Reihe damals aus 6 Hörspielen und Skripts für 7-9 waren meines Wissens nach schon da. Da gab es noch keinen Zweistein, keinen Mimo, keine Seytania, keinen Stein der Macht, kein Dunkles Imperium.
Hayes schreibt schon gute Science Fiction. Das will ich nicht in Abrede stellen.

ABER: Wir haben eine Redaktion, einen Skriptsupervisor und ein Lektorat und KEINE*R von denen hat sich mal hingesetzt und die Klassikreihe gehört, um solche Logikprobleme zu vermeiden und das Skript entsprechend anzupassen?!

Es hätte ja nicht mal die komplette Reihe sein müssen. Der Stein der Macht Zyklus (17-24), die Zweistein-Folgen (10, 14, 29, 45-46) und der Imperiumszyklus (28, 30, 32, 34, 36-39) hätten da schon gereicht. Und wem das noch zu viel ist: Es gibt Fan-Zusammenfassungen und Reviews im Internet.

Die Klassik-Folgen kann man sich auf Amazon als mp3 holen. Kiddinx TV hat angefangen, komplette JT-Klassik-Folgen auf Youtube hochzuladen. Folge 23 haben die im August 2018 veröffentlicht.

Also das ist einfach kein Argument.
SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Er hat mit Sicherheit nicht mehr gewusst, dass Mimo schweben konnte. Die "Mobileinheit-Idee" stammt von Simeon Hrissomallis. Mimo kann nun auch bewaffnet werden.
Nur war Mimo schon in Folge 46 (Mimo der Rächer) bewaffnet. Da sieht ihn man sogar auf dem Cover schweben...
SteSe hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 09:03 Das mit dem "Orden" musste auf Anweisung von Kevin Hayes eingedeutscht werden, da er immer englische Bezeichnungen vermied. Eigentlich heißt es laut Exposé "The Order of Futura". Also eine Gruppierung, die wissenschaftliche und militärische Anweisungen der Regierung ausüben kann / darf und damit offiziell beauftragt wird.
Ich würde da jetzt keine Sekte darin erkennen. Sonst wären die X-Men, Justice League usw. auch selbige.
Was Jan Tenner unter anderem diesen trashigen Charme verlieh: Es war ein 1980er-Jahre-Hörspiel mit einem Zukunftssetting, in welchem die Charaktere einen (für die Zukunft) vergleichsweise altertümlichen Sprachstil hatten.
Da kann ich Hayes verstehen, bei „The Order of Futura“ schlackern einem ja die Ohren.

Wenn es mit "Orden des Futura" aber so gemeint ist, dass die wissenschaftliche und militärische Anweisungen der Regierung durchführen, dann hätte man das vielleicht auch mal so verdeutlichen sollen (siehe Folge 3). Das behalte ich mir auch für später im Hinterkopf.
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